1. Punktspiel: ASV Cham – JFG C1 0:0 (0:0)
Nach der Verlegung des ersten Punktspiels wartet mit den Spielen in Cham, gegen Burgweinting und in Amberg ein knüppelhartes Auftaktprogramm in der Bezirksoberliga auf die C1. Nach dem Ausfall von Calvin Zethmeier, der leider noch nicht einsatzfähig war, konnte auch Michael Seidler bereits nach acht Minuten nicht mehr weiterspielen. Insgesamt ging man auf dem Papier als klarer Außenseiter in eines der schwersten Saisonspiele beim Bayernliga-Absteiger, der sich den direkten Wiederaufstieg in die Bayernliga als Saisonziel gesetzt hat. Körperlich war die C1 chancenlos, also musste die Mannschaft mit taktischen, läuferischen und kämpferischen Mitteln dagegen halten. Und dies sollte dann auch über weite Strecken sehr gut gelingen. In den ersten 15 Minuten verlief das Spiel völlig ausgeglichen, die Hausherren waren sichtlich überrascht von der Gegenwehr. Danach konnte sich Cham schon Vorteile erspielen, kam aber aus dem Spiel heraus kaum zu Möglichkeiten. Sämtliche Steilpässe wurden entweder von der sicheren JFG-Innenverteidigung abgelaufen oder vom Torwart sicher abgefangen. Erst in der 27. Minute spielten sich die Hausherren ihre erste Chance selbst heraus, doch eine Glanzparade verhinderte den Rückstand für die C1. Zuvor landete in der 16. Minute ein gefährlicher 25-Meter-Freistoß der Chamer an der Unterkante der Latte. Donautal hatte zwei gute Möglichkeiten, doch in beiden Fällen bediente man aus aussichtsreicher Position den schlechter postierten Nebenmann anstatt selbst den fälligen Abschluss zu suchen. Drei Minuten nach der Pause hatte die C1 die Riesenchance zur Führung: Ein Schuss aus 16 Metern strich nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Cham fand in den ersten 20, 25 Minuten der zweiten Hälfte überhaupt keine Mittel, um für Torgefahr zu sorgen. In der 57. Minute stand die C1 nach einem blitzsauberen Konter frei vor dem Tor, konnte diese Chance aber leider nicht zum 1:0 nützen. In den letzten zehn Minuten gewannen die Gastgeber dann deutlich die Oberhand und waren drückend überlegen. Die Kräfte bei der C1 ließen langsam nach, zudem schalteten sich nun Chams Defensiv-Riesen pausenlos nach vorne mit ein und nützten die entstehenden Lücken mit kaum zu bremsenden Soli. Zwei Riesenchancen aus dem Spiel heraus sowie ein Freistoß an die Querlatte hatten jedoch keinen Torerfolg für den ASV zur Folge. Die Partie blieb bei am Ende aufgrund der immer größeren Dunkelheit fast irregulären Bedingungen torlos. Von den Chancen und den Spielanteilen her hatte Cham sicher Vorteile, aber die JFG lieferte eine kämpferisch und läuferisch hervorragende Partie mit einer fast fehlerlosen taktischen Leistung im Defensivbereich ab und hatte sich den Punkt somit auch verdient. Mit dieser Vorstellung darf man auf JFG-Seite sehr zufrieden sein, einzig die Anzahl an Ballverlusten im Spielaufbau muss noch deutlich verringert werden.
Tore: —
Gelbe Karte: Niklas Bauer (65. Minute / Ballsperre)
) entschied nach einem Foul im Strafraum zurecht auf Vorteil, doch der (leider halbhohe) freie Schuss aus elf Metern wurde vom Keeper der Gäubodenkickers pariert. Ab der 45. Minute verlor man – vielleicht auch bedingt durch mehrere Wechsel und sich daraus ergebende Umstellungen – immer mehr die Ordnung. Zudem ließen auch die Kräfte nach dem hohen Tempo der ersten Hälfte mehr und mehr nach. So übernahmen jetzt die Gäste das Kommando und kamen auch zu drei guten Chancen, so dass man sich über den Ausgleich nicht beschweren hätte können. Donautal hatte nur noch eine Chance als ein Schuss aus 15 Metern nach schöner Vorarbeit aber zentral auf das Tor ging. Am Ende blieb es beim 1:0-Sieg, der nicht unverdient war, doch zum Ende hin hätten sich die Gäubodenkickers den Ausgleich auf jeden Fall verdient gehabt. Der Gegner erwies sich wie erwartet als eine gute BOL-Mannschaft. Daher konnte man durch dieses Spiel wichtige Erkenntnisse gewinnen: Dass die Automatismen noch nicht so funktionieren wie hoffentlich in sechs Wochen ist klar, denoch ist die Mannschaft spielerisch auf einem guten Weg. Im Moment fehlt aber noch die Kraft, um diese aktive Spielweise über 70 Minuten durchzuhalten. Die Abstimmung zwischen den einzelnen Spielern verbessert sich in Training und im Spiel stetig, doch auch hier wird es noch ein bisschen dauern bis sich jeder an das Spielsystem gewöhnt hat. Es bleibt also noch Einiges zu tun, doch mit dem aktuellen Stand der Vorbereitung kann man zufrieden sein.